Ambulante Schmerzmedizin
Die multiprofessionelle Schmerzambulanz ist Teil der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerzmedizin. Schmerzmedizin ist Teamarbeit mit unseren Patienten als Teammitglied. Bei uns arbeiten Fachpersonen aus den Bereichen Medizin, Pflege, Psychologie und Administration. Diese Ressourcen setzen wir bestmöglich ein, um ein gemeinsames Ziel mit unseren Patienten zu definieren und dann zu erreichen.
Einschränkung externer Zuweisungen
Aufgrund des sehr hohen Zuweisungsvolumens können wir externe Zuweisungen derzeit nur in wenigen, begründeten Ausnahmefällen berücksichtigen. Voraussetzung ist ein klar definierter, spezifischer Behandlungsauftrag (akute perioperative Schmerzen, Tumorschmerzen oder konkrete Indikation für eine von uns angebotene Intervention). Allgemeine Zweitmeinungen und umfassende schmerzmedizinische Abklärungen können wir derzeit nicht anbieten.
Bitte beachten
Die Ambulante Schmerzmedizin übernimmt in der Regel nicht die Gesamtbehandlung, sondern arbeitet konsiliarisch und ergänzend zu den bereits bestehenden ärztlichen und therapeutischen Behandlungen. In Einzelfällen ist eine einmalige konsiliarische Beurteilung möglich.
Nicht angeboten werden:
- serielle Infusionen mit Lokalanästhetika (Lidocain, Procain, Prilocain) oder Ketamin/Esketamin
- ambulanter oder stationärer Opioidentzug, Übernahme oder Anpassung von Betäubungsmittelverschreibungen
- allgemeine stationäre Medikamentenentzüge
- Konsultationen zur ausschliesslichen “Anbindung” ohne spezifische Fragestellung, definierten Behandlungsauftrag oder konkrete Zielsetzung
- Weiterverschreibung von Medikamenten, die nicht in der ambulanten Schmerzmedizin initiiert wurden, insb. Betäubungsmittel
- stationäre Schmerzmedizin
- Anmeldungen hierfür bitte via Psychsomatische Medizin: Online-Anmeldung Psychosomatische Medizin - Inselspital - Universitätsspital Bern)
Eine reguläre Konsultation in der Ambulanten Schmerzmedizin ist in der Regel nicht möglich bei:
- akuter psychiatrischer Krise, insbesondere bei Psychose oder Suizidalität
- aktiver Substanzabhängigkeit
- unklarer Diagnose ohne vorgängige Basisabklärung
- akuter medizinischer oder psychosozialer Instabilität
- komplexer Multimorbidität ohne klar führende betreuende Disziplin
- hochfrequenten Notfallkonsultationen oder wiederholtem Behandlungswechsel ohne koordinierende Hauptbetreuung
- ungenügender Mitarbeit bei diagnostischen oder therapeutischen Vereinbarungen

